Direkt zum Inhalt springen
Menü

Historisch: Schloss Frauenfeld thront über der Stadt.

Zukunft von Gerlikon liegt den Dorfbewohnern am Herzen

Am Samstag luden der Dorfverein Gerlikon und die Stadt Frauenfeld zur Zukunftswerkstatt. Rund 70 Menschen nahmen daran teil und diskutierten in der Maja-Scheune angeregt über die Zukunft des Ortes.

Im Zentrum der Werkstatt standen die Suche nach einer Vision für das Zusammenleben im Dorf und Fragen, was denn eigentlich besser werden könnte. Aus den vielen gesammelten Ideen entstanden vier Handlungsfelder. Diese werden von den Anwesenden und dem Dorfverein in den kommenden Wochen und Monaten weiterentwickelt.

Was das Dorf bewegt

Stadtpräsidenten Anders Stokholm begrüsste die Anwesenden und lud sie ein, sich einzubringen und die Anliegen gemeinsam zu diskutieren. Die Präsidentin des Dorfvereins Gerlikon, Daniela Luginbühl, betonte, dass der Dorfverein das Zusammenleben im Dorf fördern wolle. Luginbühl zeigte sich erfreut, dass so viele Dorfbewohner der Einladung gefolgt waren. Dies zeige, dass ihnen die Zukunft Gerlikons am Herzen liege. Unterstützt durch Sabina Ruff, Leiterin Sozialraumorientierte Stadtentwicklung der Stadt Frauenfeld, konnten während einem Jahr kontinuierlich kleine Hinweise gesammelt werden, was das Dorf bewegt. Die Zukunftswerkstatt solle nun einen Prozess anstossen, bei dem zusammen mit der Bevölkerung Wege gesucht werden, um diese Themen gezielt anzugehen.

Ort der Begegnung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten in den Diskussionen die dörfliche Struktur und die Nähe Gerlikons zur Natur. Sie bemängelten aber die fehlende Anbindung an den Stadtbus und die Durchfahrt von Lastwagen durch das Dorf. Überhaupt beschäftigt der Verkehr die Gerliker. Zur Verbesserung der jetzigen Verkehrssituation wurden viele Ideen vorgebracht. Etwa ein Tunnel, ein Velo-Lift oder ein Förderband von der Stadt bis ins Dorf. Sogar autofrei wollten einige das Dorf haben, um mehr Platz für Begegnung zu schaffen. Ein Ort für Begegnung war denn auch ein weiteres Thema, das allen wichtig ist. Man wünscht sich einen Ort, an dem vieles möglich ist. Von Kursen, die angeboten werden können, über einfach gemeinsam Kaffee trinken und plaudern bis hin zu Nachbarschaftshilfe.

Miteinander teilen

Sharing economy war ein weiteres Anliegen an der Zukunftswerkstatt. Die Gerliker möchten teilen. Nicht nur Zeit und gegenseitige Unterstützung. Dazu wünschen sich die Gerliker ein Schwarzes Brett, das sowohl online als auch offline funktioniert. An diesem schwarzen Brett können zum Beispiel Ideen zu gemeinsamen Unternehmungen, Angebote zum Teilen von Garten- und Haushaltsgeräten und Fahrzeugen angebracht oder Hinweise platziert werden, wenn jemand beispielsweise zu viele Kirschen am Baum hat. Schliesslich regten die Anwesenden auch an, die bestehende Infrastruktur im Dorf zu nutzen und nicht auswärts einzukaufen. Der Beck und der Milchmann, die jeweils einen Halt in Gerlikon machen, sollen genutzt werden, sowie auch Angebote wie das Zischtigskafi und die Maja-Scheune. Die an der Zukunftswerkstatt gesammelten Ideen sollen nun in Arbeitsgruppen konkretisiert werden. Weitere Informationen dazu sind auf der Webseite des Dorfvereins https://www.gerlikon.ch/ ab dem 15. März 2019 zu finden. Dort können sich interessierte auch zur Mitarbeit melden.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftswerkstatt in Gerlikon diskutierten engagiert, wie das Dorf weiterentwickelt werden kann.