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Historisch: Schloss Frauenfeld thront über der Stadt.

Nathalie Ammann gewinnt mehrere Preise am Fotowettbewerb

Anlässlich des Mitsommerfestes führte die Stadt Frauenfeld in Zusammenarbeit mit ifolor einen Fotowettbewerb durch. Gesucht waren die schönsten, spannendsten oder aussergewöhnlichsten Sujets von Frauenfeld. Sowohl das Publikum als auch eine Fachjury haben am Sonntag die besten Bilder prämiert.

 

Die Jury, bestehend aus Anna Villiger, Carole Isler, Sabina Ruff und Christof Stillhard, hat die Gewinnsumme statt auf drei auf neu fünf Gewinnerinnen und Gewinner verteilt – ohne Rangierung.

Nr. 47 Markus Bauer, «Im Dunkeln»

Das Gebäude von Velo/Moto Egli ist nachts aufgenommen worden. Mehr als die obere Hälfte des Bildes ist schwarze Nacht. Dafür leuchten die Fenster der Werkstatt umso mehr. Das Bild erinnert in dieser extremen Lichtgestaltung und vielleicht auch wegen der Backsteinmauern an die schönsten Gemälde von Edward Hopper aus dem Amerika der 1950er Jahre.

Nr. 45 Fredi Ingold, «Räbeliechtliumzug Schulhaus Spanner»

Das Bild zeigt ein altbekanntes Gebäude in Frauenfeld, das Schulhaus Spanner, in einer fast märchenhaften Atmosphäre. Die Kerzen auf den Fenstersimsen und die Räbeliechtli auf den Tischen des Pausenplatzes verleihen dem in warmen Herbsttönen gehaltenen Bild einen Zauber, der nur von den Kindern in ihren Leuchtwesten an Strahlkraft noch überboten wird. Ein Bild, das schönste Erinnerungen weckt.

Nr. 31 Tom Wagels, «4 Zeitlose nördlich von Obholz»

Die vier Bäume in der Nähe der Linde beim Obholz haben vom Fotografen den Titel «Die 4 Zeitlosen» bekommen. So zeitlos sie sind – wenigstens auf die hyperschnelle Gegenwart bezogen –, so majestätisch und geordnet stehen sie in einer Reihe. Die leichte Schräge des Bodens und die sanften Hügelkurven des Hintergrunds ergänzen die sorgfältige Komposition des Schwarz-Weiss-Bildes.

Nr. 29 Nathalie Ammann, «Gewinnt mein Pferd?»

Vom Mann hinter dem Feldstecher ist nicht viel zu sehen. Der Mund ist leicht angespannt: Gewinnt mein Pferd? Es ist warm, der Mann trägt einen leichten Sommerhut, ein kurzärmeliges Hemd. Die Frauen im Hintergrund sind in der Unschärfe nur angeschnitten. Eigentlich ist in diesem Bild mit der angenehm erfrischenden Farbgestaltung gar nicht viel zu sehen und dennoch erzählt es viel und weckt klare Bilder im Betrachter. Alle Frauenfelder, die schon einmal am Pfingstrennen waren, fühlen sich sofort dorthin zurückversetzt, spüren das Getrampel der Pferde und hören das Publikum, das die Pferde anfeuert.

Nr. 25 Nathalie Ammann, «Spazierfahrt»

Diese Bild wirkt so unprätentiös, ungeschliffen und zufällig und erzählt trotzdem so viel. Das linke Bilddrittel macht nur ein Wirrwarr von Veloteilen aus, Räder, Sättel, Rahmen, Gepäckträger. Den Hauptteil des Bildes bildet ein Rückspiegel und es wird klar, wo wir uns befinden: auf dem Kiesplatz beim Coop, im Hintergrund der Turm des Rathauses, für einmal nicht bloss als Teil der Skyline, sondern als Teil einer ganzen Geschichte. Denn ebenfalls im Rückspiegel sind junge Leute zu sehen mit Hunden oder Inline Skates. Ein Bild, das man erst auf den zweiten Blick ganz erfasst und das von der Poesie des Alltags erzählt.

Publikumspreis

Rund 900 Personen haben anlässlich der dreitägigen Ausstellung per Handzettel oder Handy abgestimmt. Unter all diesen Teilnehmenden gewann Irene Aemisegger einen 100-Franken-Gutschein von ifolor.

Den 3. Platz gewinnt Yan Lüthi mit dem Bild «Catch the Last Rays of Sun» (Nr. 6). Der 2. Platz geht an Markus Bauer mit dem Foto «Auf dem Kopf» (Nr. 18). Auf den 1. Platz hat das Publikum eindeutig mit mehr als zehn Prozent aller abgegebenen Stimmen Nathalie Ammanns Foto «Spazierfahrt» gewählt (Nr. 25). Nathalie Ammann ist also mit dem Hauptpreis des Publikums und zwei Jury-Preisen die grosse Gewinnerin des ersten Frauenfelder Foto-Wettbewerbs. Auch Markus Bauer wurde sowohl von der Jury, als auch vom Publikum prämiert. Alle Bilder, die während des Stadtfestes ausgestellt waren, können auf der städtischen Homepage unter «www.frauenfeld.ch /impressionen» angesehen werden.

Gewann den Jurypreis und wurde vom Publikum auf den ersten Platz gewählt: Nathalie Ammann "Spazierfahrt"
Wurde vom Publikum mit dem zweiten Platz ausgezeichnet: Markus Bauer "Auf dem Kopf"
Erreichte den dritten Publikusplatz: Yan Lüthi "Catch the Last Rays of Sun"
Gewann einen Jurypreis: Tom Wagels "Vier zeitlose nördlich von Obholz"
Gewann einen Jurypreis: Fredi Ingold "Räbeliechtliumzug"
Gewann einen Jurypreis: Markus Baur "Im Dunkeln"
Gewann einen Jurypreis: Nathalie Ammann "Gewinnt mein Pferd?"