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Festlich: Der unterirdische Kreisel im Weihnachtskleid.

Gleichgewicht des Ökosystems

Aufwertungsmassnahmen zum Schutz der Grossen Allmend

In den Jahren 1983/84 wurde eine Vegetationskartierung der Grossen Allmend durchgeführt sowie ein Schutz- und Pflegekonzept erstellt. Eine 1996 durchgeführte Nachkontrolle zeigte dramatische Veränderungen auf. 75 Prozent der Fläche waren biologisch stark verarmt, nur bei einem Viertel der Fläche war der Zustand unverändert oder besser. Aufgrund der alarmierenden Resultate entschlossen sich Militär und Stadt Frauenfeld, das Gebiet ökologisch aufzuwerten.

 

Geregelte Weidenutzung im Reservatsgebiet

Die Grosse Allmend wird zu einem grossen Teil landwirtschaftlich genutzt. Hohe Schafbestände haben in den letzten Jahrzehnten zur Verarmung der Vegetation geführt. Um den Naturwert zu erhalten, erfolgt dies über klare Vorgaben für die Bewirtschaftung.

  • Die Magerwiesen werden ab 15. Juni resp. 1. Juli in einem festgelegten Turnus geschnitten und nur im Herbst teilweise beweidet.
  • In sensiblen Bereichen (Altläufe) und in den militärischen Ausbildungszonen darf keine Weidenutzung erfolgen.
  • Auf den Allmendwiesen ist eine Weidenutzung mit stark eingeschränkter Düngung erlaubt. Im Pachtvertrag ist die landwirtschaftliche Nutzung geregelt.

 

Erhöhung der Artenvielfalt auf den Wiesen

Ausmagern der artenarmen und fetten Wiesen: Beim Oberbodenabtrag wird die oberste Humusschicht (20 cm) abgetragen oder gepflügt. Die Wiederbegrünung erfolgt durch den Grasschnitt einer artenreichen Magerwiese oder durch Ansaat. Damit können sich bis zu 50 verschiedene Pflanzenarten ansiedeln.

 

Erhalt und Pflege der Altläufe

Altläufe werden gehegt, denn sie sind für Amphibien und Libellen ein wichtiger Lebensraum. Das Schilf wird unregelmässig gemäht. Invasive Neophyten werden bekämpft.

 

Aufwertung von Naturgebieten

  • Dank einem 1996 durchgeführten Pflegeeingriff im Galgenholz wurden neue Pionierstandorte geschaffen. Bereits im darauffolgenden Frühling wanderten Laub- und Wasserfrösche sowie Gelbbauchunken zu. Neu besiedelt auch die seltene Eiförmige Teichbinse die Biotope wieder.
  • Das "Gitzi" ist als Amphibienschutzgebiet gestaltet und soll sich ähnlich wie das Galgenholz entwickeln.
  • Der Vogelschutzverein betreut auf dem Waffenplatz Nisthilfen. Diese werden regelmässig gereinigt.

 

Auenwald/Gehölze

  • Es wurden zahlreiche junge Hochstamm- und Alleebäume gepflanzt.
  • Um die Lichtverhältnisse im Auenwald zu verbessern, umfasst der Unterhalt auch die Ausdünnung der Waldränder. 
  • Die Waldränder werden so gepflegt, dass sich dort eine breite Strauch- und Krautschicht ausbildet.
  • Stellenweise werden Niederhecken und Feldgehölze angelegt.
  • Innerhalb des Auenwaldes werden Teiche vor der Verlandung periodisch ausgebaggert.