Frauenfeld zum dritten Mal kinderfreundlich
Am Freitag, 10. Juni 2022, hat die Stadt Frauenfeld zum dritten Mal das UNICEF-Zertifikat «Kinderfreundliche Gemeinde» erhalten. Damit wird manifestiert, dass kinder- und jugendfreundliche Themen weiterhin systematisch auf kommunaler Ebene verankert sind. Frauenfeld setzt mit ihrem neuen Aktionsplan ihren Fokus für die kommenden vier Jahre auf vier Themenfelder, darunter auf die Schaffung eines Grundlagenpapiers für eine kinder- und jugendfreundliche Politik.
Die Stadt Frauenfeld war vor zehn Jahren eine der ersten «Kinderfreundlichen Gemeinden» in der Schweiz. Ihrer Vorreiterrolle wird sie seither gerecht und hat eine beeindruckende Entwicklung vorzuweisen. Hervorzuheben sind insbesondere die Themenbereiche der kinderfreundlichen Politik, der Bereich Frühe Förderung und Familie sowie die Raumentwicklung. In den vorherigen Aktionsplänen hatte sich Frauenfeld zum Ziel gesetzt, die Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf politischer Ebene zu stärken. Diesem Ziel ist Frauenfeld mit der Etablierung des Kinderrats, dem 2021 eingeführten Jugendrat sowie dem Einsitz der Jugendlichen in stadträtlichen Kommissionen nachgekommen.
Bettina Junker, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, die an der dritten Vergabe des Prozess-Labels anwesend war, lobte mitunter das Engagement der involvierten Personen: «Die Arbeitsgruppe «Kinderfreundliche Gemeinde» arbeitet mit viel Engagement, Gewissenhaftigkeit und Freude am stetigen Ausbau der Kinder- und Jugendfreundlichkeit. Die Schaffung einer entsprechenden Grundlage auf kommunaler Ebene, welche als Massnahme im neuen Aktionsplan festgehalten wurde, ist dabei ein wichtiger Schritt zur Institutionalisierung der Kinderfreundlichkeit auf Gemeindeebene.»
Neuer Aktionsplan 2022-2025
Der neue Aktionsplan sieht für die kommenden Jahre vier Handlungsfelder vor:
1. Grundlagenpapier «Kinder- und Jugendfreundliche Politik»;
2. Übergang der Sekundarstufe I in die Arbeitswelt, insbesondere die Stadt Frauenfeld und ihre Betriebe als Ausbilderin;
3. Bedarfsabklärung für ein Begegnungszentrum für Familien;
4. Gesundheitsförderung mit Fokus auf Jugendliche sowie Schaffung von mehr Jugendräumen.
Die Kommission «Kinderfreundliche Gemeinde» sowie UNICEF Schweiz und Liechtenstein empfehlen der Stadt Frauenfeld unter anderem für die kommenden vier Jahre die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen der Bau- und Verkehrsplanung sowie der Stadtentwicklung noch mehr zu fördern. Dabei sieht die Kommission in der Festlegung von verbindlichen Standards zur Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen in Planungs-, Gestaltungs- und Bauprozessen ein grosses Potenzial für die Stadt Frauenfeld, eine Vorreiterrolle einzunehmen und weiter mit gutem Beispiel voranzuschreiten.
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