Aussiedlung Werkhof und Stadtbusdepot
Die Vorlage in Kürze
Die heutige Situation an der Gaswerkstrasse ist für den Werkhof und das Stadtbusdepot nicht mehr tragfähig. Die Gebäude sind zu klein, sanierungsbedürftig und erfüllen teilweise gesetzliche Anforderungen nicht. Der Stadtrat und der Gemeinderat wollen einen Neubau des Werkhofs und Stadtbusdepots auf dem neuen Areal Grosse-Allmend-Strasse realisieren. Sie beantragen dem Stimmvolk einen Kredit für den Kauf der dafür notwendigen Parzellen 61492 und 61488 in der Höhe von 8'270'020 Franken sowie einen Planungs- und Projektierungskredit von 2'750'000 Franken für den Neubau des Werkhofs, des Stadtbusdepots und deren Erschliessung.
Der Werkhof und das Stadtbusdepot befinden sich heute an bester Lage im Zentrum der Stadt. Die Gebäude sind aber in die Jahre gekommen. Eine Sanierung wäre teuer und würde die betrieblichen Probleme nicht lösen. Am neuen Standort hingegen können Synergien genutzt, Abläufe optimiert und die Elektrifizierung der Busflotte langfristig umgesetzt werden. Es können langfristig optimale
Bedingungen für jene städtischen Dienste geschaffen werden, die täglich für Sauberkeit, Mobilität und Lebensqualität in Frauenfeld sorgen. Die neue Erschliessungsstrasse sorgt für eine verlässliche Anbindung und entlastet den Verkehr auf wichtigen Hauptverkehrsachsen ins Zentrum. Zudem schafft sich die Stadt durch den Kauf der Parzellen Handlungsspielraum für weitere Entwicklungen und kann auf neue Anforderungen reagieren. Städtische Nutzungen wie Feuerwehr und zu einem späteren Zeit punkt Thurplus könnten auf dem neuen Areal Platz finden. Mit der Verschiebung des Werkhofs und des Stadtbusdepots werden inmitten der Stadt Flächen für hochwertige Wohn- und Mischnutzungen frei. Damit leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Innenentwicklung und zur Attraktivitätssteigerung des urbanen Raums, was sich auch finanziell für die Stadt lohnen kann.
Abstimmungsfragen
1. Stimmen Sie dem Kredit für den Kauf der Parzellen 61492 und 61488 in der Höhe von 8'270'020 Franken inkl. MWST zu?
2. Stimmen Sie dem Kredit für die Planungs- und Projektierungskosten für den Neubau des Werkhofs, Stadtbusdepots und deren Erschliessung in der Höhe von 2'750'000 Franken inkl. MWST zu?
Info-Veranstaltung am 20. August 2026
Damit sich die Bevölkerung ein eigenes Bild von der Vorlage machen kann, lädt der Stadtrat Frauenfeld am 20. August 2026 um 19.30 Uhr ins Casino zu einer Infoveranstaltung mit anschliessendem Apéro ein. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Warum braucht es einen neuen Standort?
Die heutige Situation an der Gaswerkstrasse ist für den Werkhof und das Stadtbusdepot nicht mehr tragfähig. Die Gebäude sind zu klein, sanierungsbedürftig und erfüllen teilweise gesetzliche Anforderungen nicht. Eine Sanierung wäre teuer und würde die betrieblichen Probleme nicht lösen. Aus diesen Gründen braucht es einen neuen Standort für Werkhof und Stadtbusdepot.
Für den Betrieb
- Zeitgemässe, effiziente Infrastruktur
- Raum für zukünftige Entwicklungen wie Elektrifizierung oder ein allfälliger Ausbau der Busflotte
- Moderne und den Anforderungen entsprechende Arbeitsbedingungen
Für die Innenstadt
- Entlastung vom Werkverkehr und dessen Emissionen mitten in der Stadt
- Neue Lebens- und Wohnräume direkt an der Murg
Für die Zukunft
- Entwicklungspotenzial an zentraler Lage am jetzigen Standort bringt zusätzliche Einnahmen für die Stadt
- Handlungsspielraum für Ausbauten und weitere städtische Nutzungen am neuen Standort

Was sind die Vorteile des neuen Standorts?
Am neuen Standort auf dem Areal Grosse-Allmend-Strasse können Synergien genutzt, Abläufe optimiert und die Elektrifizierung der Busflotte langfristig umgesetzt werden. Die neue Erschliessungsstrasse (Grosse-Allmend-Strasse) sorgt für eine verlässliche Anbindung und entlastet den Verkehr auf wichtigen Hauptverkehrsachsen ins Zentrum.
Zukünftige Situation
- Zweckmässiger neuer Werkhof und neues Stadtbusdepot zwischen Autobahn A7 und Pferderennbahn
- Erschliessung durch Grosse-Allmend-Strasse,Oststrasse und Langdorfstrasse
- Keine Nutzungskonflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern
Potenzial des neuen Standorts
- Reserveflächen für neue Standorte der Feuerwehr (frühestens ab 2035) und Thurplus (frühestens nach 2040)
- Reserveflächen bieten Platz für Zwischennutzungen und zukünftige Entwicklungen.

Was wird aus dem bisherigen Standort?
Mit der Aussiedlung von Werkhof und Stadtbusdepot wird das Areal Gaswerkstrasse frei. Mitten in der Stadt und direkt an der Murg kann so eine hochwertige Wohn- und Mischnutzung entstehen. Das Potenzial wurde im Rahmen einer städtebaulichen Studie untersucht. Die Stadt als Eigentümerin kann durch die Entwicklung des Areals einen wichtigen Beitrag zur Innenentwicklung leisten und zusätzliche Einnahmen generieren. Das ist auch finanziell attraktiv, denn der Landwert des heutigen Areals Gaswerkstrasse wird um ein Vielfaches grösser sein als der Landwert der zwei Parzellen im Areal Grosse-Allmend-Strasse.
Warum braucht es die Grosse-Allmend-Strasse?
- Die Grosse-Allmend-Strasse sorgt für die notwendige und zuverlässige Erschliessung von Werkhof und Stadtbusdepot.
- Bei militärischen Übungen und zivilen Grossveranstaltungen auf der Allmend muss die Waffenplatzstrasse zeitweise gesperrt werden. Ohne die Grosse-Allmend-Strasse wäre eine uneingeschränkte Zufahrt zum Werkhof und Stadtbus depot nicht möglich.
- Die Waffenplatzstrasse übernimmt heute eine wichtige Funktion für die Erschliessung des Langdorfs und trägt zur Entlastung der Oststrasse bei.
Zahlen
| Landkauf (2 Parzellen) | CHF 8,3 Mio. |
| Planungs- und Projektierungskredit für Werkhof, Stadtbusdepot und Grosse-Allmend-Strasse* | CHF 2,7 Mio. |
| Total Kredite | CHF 11 Mio. |
| * Setzt sich aus den Kosten für den Wettbewerb, Planerhonoraren für Hochbauten und
Strasse und einer Reserve von 10 % zusammen |
Zeitplan
| 27. September 2026 | Volksabstimmung Landkauf mitPlanungs- und Projektierungskredit |
| Januar 2027 – Juni 2028 | Wettbewerb und Ausarbeitung Projekt |
| 2028 | Volksabstimmung zum Baukredit |
| Oktober 2028 – Dezember 2029 | Baugesuch und Ausführungsplanung |
| Januar 2030 – März 2031 | Bauausführung |
| Frühling 2031 | Inbetriebnahme |
Botschaft zur Volksabstimmung vom 27. September 2026
Abstimmungsbotschaft zum Kredit für den Kauf der Parzellen 61492 und 61488 sowie zum Planungs- und Projektierungskredit für den Neubau des Werkhofs, des Stadtbusdepots und deren Erschliessung vom 27. September 2026
Botschaft an den Gemeinderat
- Aussiedlung Werkhof und Stadtbusdepot [pdf, 2.9 MB] vom 20. Januar 2026
