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Abstimmung zur Sanierung der Liegenschaft Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4 (Casino Frauenfeld)

Die Vorlage in Kürze

Das Casino Frauenfeld ist seit Jahrzehnten ein zentraler Ort für Kultur, Begegnung und gesellschaftliches Leben in der Region. Mit etwa 100 Veranstaltungen und rund 24'000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr leistet es einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und ist auch gesellschaftlich relevant. Als hochwertiger Mehrzwecksaal dient es unterschiedlichsten Formaten – von Theater, Konzerten und Comedy über Vereins- und Firmenanlässe bis hin zu politischen Anlässen und privaten Feiern. Der markante Bau am Bahnhofplatz ist auch als Visitenkarte der Stadt und für die Ausstrahlung von Frauenfeld bedeutend. Für viele Frauenfelderinnen und Frauenfelder ist das Casino emotional eng mit persönlichen Erlebnissen, Erinnerungen und der Identität der Stadt verbunden.

Die gesamte Liegenschaft am Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4 inklusive Casino und den Räumlichkeiten des Amts für Gesellschaft und Integration ist in die Jahre gekommen. Die Gebäudetechnik ist nicht mehr zeitgemäss und es sind tiefgreifende Verbesserungen der Statik notwendig. Während die Räumlichkeiten des Amts für Gesellschaft und Integration sicher genutzt werden können, bestehen im Casino brandschutzrelevante Mängel, die für einen Vollbetrieb mit bis zu 650 Personen behoben werden müssen. Der Betrieb des Casinos ist seit 1. Januar 2026 stark eingeschränkt, um die Brandschutzvorschriften einzuhalten. Veranstaltende bemängeln zudem fehlende sanitäre Anlagen, Stau- und Nebenräume.

Nachdem ein Verkauf der Liegenschaft am Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4 im Jahr 2023 von der Frauenfelder Stimmbevölkerung deutlich abgelehnt wurde, hat der Stadtrat umfangreiche Abklärungen vorgenommen. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ist der Stadtrat überzeugt, dass die Stadt Frauenfeld auch weiterhin einen Stadtsaal in Form des heutigen Casinos für Konzerte, Schauspiel und Bankette braucht. Der Stadtrat und der Gemeinderat beantragen mit dieser Botschaft einen Gesamtkredit über 19.5 Mio. Franken zur Planung und Umsetzung der Sanierung der Liegenschaft am Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4.

Der Stadtrat sieht in der Sanierung des Casinos nicht nur ein bauliches Projekt, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität der Stadt. Genehmigt die Stimmbevölkerung den Gesamtkredit, kann ab dem Jahr 2031 wieder eine würdige Lokalität für das Vereins- und Kulturleben sowie für Politik und Wirtschaft angeboten werden.

Am 14. Juni abstimmen

Nutzen Sie am 14. Juni 2026 die Chance und bestimmen Sie mit, wie es mit dem Casino weitergehen soll. 

Stimmen Sie dem Gesamtkredit über 19.5 Mio. Franken für die Sanierung der Liegenschaft Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4 (Casino Frauenfeld) zu?

Abstimmungsbotschaft zum Gesamtkredit für die Sanierung der Liegenschaft Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4 (Casino Frauenfeld)


Erklärvideo


Ein zeitgemässes Casino für eine attraktive Stadt Frauenfeld

Tradition bewahren

Das Casino ist seit Generationen weit mehr als einfach ein Veranstaltungsgebäude. Es ist der Ort, an dem wir gemeinsam feiern, lachen und diskutieren. Wir wollen diese Tradition als Herzstück unseres gesellschaftlichen Lebens bewahren. Für uns, unsere Vereine, die Wirtschaft und unsere gesamte Stadt.

Sicherheit gewährleisten

Das Casino ist in die Jahre gekommen und weist eine ganze Liste von Sicherheitsmängeln auf. Seit Januar 2026 ist die Kapazität deshalb auf 350 Personen beschränkt statt wie bis anhin auf 650. Damit das Casino wieder uneingeschränkt und optimiert genutzt werden kann, braucht es eine umfassende Sanierung.

Frauenfeld stärken

Das Casino ist die Visitenkarte und ein zentraler Standortfaktor für unsere Stadt. Jährlich zieht es nicht nur uns Frauenfelderinnen und Frauenfelder, sondern auch tausende Gäste an. Das macht unsere Stadt zu einem kulturellen Zentrum. Diese Position wollen wir sichern und so Frauenfeld als attraktiven Veranstaltungs- und Kulturort stärken.

Zukunft ermöglichen

Die Stimmbevölkerung hat 2023 klar entschieden: Das Casino gehört uns und das soll so bleiben. Jetzt ist der Moment, um es fit für die Zukunft zu machen. Mit der Sanierung investieren wir gezielt, nachhaltig und verantwortungsvoll in dieses für unsere Stadt so wichtige Gebäude und ermöglichen so auch in Zukunft unvergessliche Momente.


Ihre Fragen - unsere Antworten

Worüber wird abgestimmt?

Die Frauenfelder Stimmbevölkerung entscheidet über einen Gesamtkredit von 19.5 Mio. Franken für die umfassende Sanierung der Liegenschaft Bahnhofplatz 76b/Kasernenplatz 4 (Casino Frauenfeld).

Warum muss das Casino saniert werden?

Das Gebäude weist erhebliche Mängel auf: Die Gebäudetechnik ist veraltet, Brandschutz und Erdbebensicherheit entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften. Seit Januar 2026 ist der Betrieb deshalb auf maximal 350 Personen eingeschränkt. Ohne Sanierung drohen wiederkehrende Betriebsunterbrüche und weitere Einschränkungen.

Wurde das Casino nicht schon einmal zur Abstimmung gebracht?

Im Juni 2023 wurde der Verkauf der Liegenschaft mit über 70% Nein-Stimmen deutlich abgelehnt. Die Bevölkerung hat damit klar signalisiert, dass das Casino erhalten bleiben soll. Die heutige Vorlage betrifft nicht den Verkauf, sondern die Sanierung des Casinos.

Warum wird ein Gesamtkredit beantragt und nicht zuerst nur ein Planungskredit?

Mit einem Gesamtkredit (Planungs- und Baukredit in einem) kann rund ein Jahr Zeit eingespart werden. Dadurch kann das Casino schneller wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Gibt es bereits ein fertiges Projekt?

Nein. Für die konkrete Umsetzung der Sanierung ist ein Auswahlverfahren mit Verfahrensbegleitung vorgesehen. Dieser gewährleistet, dass die beste und qualitativ überzeugendste Lösung für das Casino gefunden wird. Das Verfahren wird parallel zum Abstimmungsprozess vorbereitet, damit nach einer Genehmigung des Kredits keine Zeit verloren geht und die Sanierung möglichst rasch angegangen werden kann.

Wann ist das Casino nach der Sanierung wieder voll nutzbar?

Gemäss aktuellem Zeitplan soll das Casino ab 2031 wieder vollständig und ohne Einschränkungen betrieben werden können. Die Bauarbeiten sind für die Jahre 2029 bis 2031 geplant.

Wie profitiert die Bevölkerung vom sanierten Casino?

Das Casino ist der Ort, an dem das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt stattfindet. Konzerte, Theateraufführungen, Vereinsanlässe oder private Feiern sorgen für unvergessliche Momente und Erinnerungen. Nach der Sanierung steht der Bevölkerung dieser so wichtige Ort wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Profitieren auch Menschen, die das Casino selten oder nie besuchen?

Ja. Das Casino stärkt Frauenfeld als attraktiven Wohn- und Lebensort. Eine lebendige Kulturszene, ein starkes Vereinsleben und ein attraktiver Veranstaltungsstandort erhöhen die Lebensqualität für alle und somit auch für jene, die das Casino selbst selten nutzen.

Was bringt die Sanierung unseren Vereinen?

Unsere Vereine profitieren von einer modernen, gut ausgestatteten Infrastruktur für ihre Anlässe. Die bestehenden Vergünstigungen bleiben erhalten. Damit bleibt das Casino ein erschwinglicher und attraktiver Veranstaltungsort für das Vereinsleben in Frauenfeld.

Welchen Nutzen hat die Wirtschaft vom sanierten Casino?

Unternehmen aus der Region erhalten mit dem sanierten Casino einen hochwertigen Standort für Firmenpräsentationen, Fachtagungen und Firmenanlässe. Das stärkt Frauenfeld als Wirtschaftsstandort und schafft Synergien mit dem lokalen Gewerbe, der Gastronomie und dem Dienstleistungssektor.

Was gewinnt Frauenfeld als Stadt durch die Sanierung?

Frauenfeld stärkt seine Rolle als kulturelles Zentrum des Kantons Thurgau. Mit einem modernen, vollwertigen Stadtsaal bleibt die Stadt attraktiv für Veranstaltende, Kulturschaffende und Unternehmen aus der ganzen Region. Das strahlt positiv auf das Image und die Attraktivität der Stadt aus.

Wie wirkt sich die Vorfinanzierung auf die Abschreibungen aus?

Mit der Abstimmung vom 24. November 2024 über die Verwendung der Neubewertungsreserven stimmte das Frauenfelder Stimmvolk deutlich der Bildung einer Vorfinanzierung «Sanierung/Neubau Casino; Stadtsaal in der Stadtkaserne» in der Höhe von 7 Mio. Franken zu. Mit dem Ertragsüberschuss aus der Rechnung 2024 konnten zusätzlich 2 Mio. Franken der Vorfinanzierung zugewiesen werden. Damit beläuft sich die Vorfinanzierung auf insgesamt 9 Mio. Franken. Somit können die jährlichen Abschreibungen reduziert werden. Die Sanierung ist für die Stadt Frauenfeld finanziell tragbar.

Wie hoch sind die jährlichen Kosten für die Stadt voraussichtlich?

Der jährliche Nettoaufwand für die Stadt beträgt nach dem Umbau voraussichtlich rund CHF 1'025'664.–. Diese Kennzahl umfasst den gesamten Aufwand inklusive Abschreibungen abzüglich aller Erträge und ist die massgebende Grösse für den Vergleich. Der durchschnittliche jährliche Nettoaufwand des Casinos in den Jahren 2020 bis 2024 lag bei rund CHF 453'930.–. Der Nettoaufwand steigt damit nach dem Umbau an, was insbesondere auf die Abschreibungen der Investitionen zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung der Abschreibungen ergibt sich eine jährliche Belastung von rund CHF 495'000.–. Diese Grösse zeigt die operative Sicht und ergänzt die Gesamtbetrachtung.

Der Stadtrat hat in der Botschaft an den Gemeinderat ursprünglich 27.5 Mio. Franken beantragt, der Gemeinderat hat den Kredit auf 19.5 Mio. Franken gekürzt. Was bedeutet das für das Projekt?

Die Kreditkürzung durch den Gemeinderat bedeutet, dass der Stadtrat die Planung und Umsetzung auf den verfügbaren Rahmen ausrichten wird.  Dadurch können Abstriche erforderlich werden und es gibt keine Reserven mehr. Ein konkretes Projekt wird ihm Rahmen des Architekturwettbewerbs und der vertieften Planung festgelegt werden. Der Stadtrat ist überzeugt, dass eine qualitativ gute und nachhaltige Sanierung im Rahmen des bewilligten Kredits möglich ist.

Hat die Sanierung Auswirkungen auf den Steuerfuss?

Der Stadtrat geht davon aus, dass die Gesamtsanierung des Casinos keine Auswirkungen auf den Steuerfuss haben wird. Die Entwicklung des Steuerfusses hängt jedoch auch von anderen städtischen Projekten und der allgemeinen Finanzlage der Stadt ab.